Toolbox

Sprache:

Zugang zu Energie

Der fehlende Zugang zu nachhaltiger Energie ist für die Mehrheit der armen Bevölkerungsgruppen ein entscheidendes Entwicklungshemmnis. Für Gesundheitsversorgung, landwirtschaftliche und handwerkliche Produktion und für Meinungsbildung durch Fernsehen, Radio oder Internet ist der Zugang zu Energie grundlegend.

Und obwohl Menschen sowohl in Städten als auch auf dem Land unter einem fehlenden Zugang zu Energiedienstleistungen leiden, sind ländliche Gegenden besonders benachteiligt. Schätzungsweise leben vier von fünf Menschen, die keinen Zugang zu Elektrizität haben, in ländlichen Gegenden in Entwicklungsländern, hauptsächlich in Süd-Asien und in Afrika südlich der Sahara. Laut der internationalen Energie Agentur (IEA) werden sich diese Zahlen bis 2015 kaum ändern, wenn keine neuen Herangehensweisen eingeführt werden, um in die Ausweitung ländlicher Energie-Infrastrukturen zu investieren (UNDP, Energizing the Millennium Development Goals).

Selbst wenn kostengünstige und umweltfreundliche Elektrizität erzeugt wird nützt das den Menschen nichts, wenn sie keinen Zugang zum Stromnetz haben. Modelle wie Prepaid-Karten für die Stromversorgung, nach Wohngebieten gestaffelte Tarife, die sich auch ärmere Bevölkerungsgruppen leisten können oder die private Übernahme der Endversorgung durch lokale Dorfgruppen sind Lösungen, die bereits in Südafrika, Kolumbien oder Indien umgesetzt werden. Sie verschaffen armen Bevölkerungsgruppen Zugang zu Energie und Energiedienstleistungen und ermöglichen Entwicklung.

 

Mehr Informationen zum Zugang zu Energie für arme Bevölkerungsgruppen finden Sie im Positionspapier undefined„Energie für die Armen“ von Misereor.