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Veranstaltungen und Termine 2010


Lasst das Öl im Boden!


„Lasst das Öl im Boden“ lautete der Titel einer Informationsveranstaltung am 8. Oktober, zu der die Dezernentin für Umwelt und Gesundheit der Stadt Frankfurt am Main und das Klima-Bündnis herzlich eingeladen hat.

Hintergrund war die Yasuní-Initiative der ecuadorianischen Regierung: Rund 900 Millionen Barrel Erdöl, die unter dem Yasuní-Nationalpark im Block Ishpingo-Tambococha-Tiputini im Nordosten des Landes liegen, werden nicht gefördert, wenn die Hälfte der zu erwartenden Einnahmen durch die internationale Staatengemeinschaft erstattet wird. Die Regierung von Ecuador und das UN-Entwicklungsprogramm (UNDP) haben dafür Anfang August einen Vertrag zur Gründung des Yasuní-ITT-Treuhandfonds unterschrieben.

Zwei Gäste aus Ecuador, Ermel Chávez, Präsident der Frente de Defensa de la Amazonía, die seit Jahren einen Entschädigungsprozess gegen ChevronTexaco führt, und Victor López, ein Ethnologe und Experte für nachhaltige Entwicklung, haben über die Situation im Regenwald Ecuadors berichtet und ihre Einschätzung zur Yasuní-Initiative abgegeben.

Wir haben herzlich dazu eingeladen mit unseren Gästen aus Südamerika sowie mit Dr. Matthias Jenny, Direktor des Palmengartens, Dr. Volker Mosbrugger, Direktor des Forschungsinstituts und Naturmuseums Senckenberg (angefragt), und Thomas Brose, Geschäftsführer des Klima-Bündnis e.V. über die Auswirkungen unseres Energiekonsums und mögliche Alternativen zu diskutieren. Durch das Programm führte Dr. Manuela Rottmann, Dezernentin für Umwelt und Gesundheit der Stadt Frankfurt am Main.

Weitere Informationen: Klima-Bündnis, Silke Lunnebach

undefinedFlyer zur Veranstaltung (pdf, 390 KB)

 

 


Pressegespräch in Brüssel

Von einer fossilen Gegenwart in eine erneuerbare Zukunft: die Yasuni-Initiative aus Ecuador

Gemeinsam mit Claude Turmes, Mitglieds des Europäischen Parlaments sowie Gästen aus Ecuador, fand in Brüssel ein Pressegespräch zur Yasuni-Initiative der ecuadorianischen Regierung statt und wie dieser Vorschlag die EU bei der Erreichung ihrer Klimaschutzziele unterstützen kann.

Wann: 05.10.2010

Wo:House of Cities
1, square de Meeûs
1st floor, Room: Trône
1000 Brussels

Unsere Gäste
Ermel Chávez ist der Präsident der “Frente de Defensa de la Amazonía” (Front für die Verteidigung des Amazonasgebiets). Die Organisation ist Teil einer regionalen, nationalen und globalen Bewegung für die Umwelt und die kollektiven Rechte im ecuadorianischen Amazonasgebiet. Ihre Hauptziel ist die lokale Entwicklung durch Solidarität und bewusste, verantwortungsvolle, effective und transparente Partizi-pation. Die Frente ist direkt im Fall gegen Chevron (früher Texaco) involviert. Das Unternehmen ist für seine unvorstellbare Verschmutzung im Amazonasgebiet angeklagt, von welcher über 30.000 Menschen vor Ort betroffen sind.
Der Fall ist wahrscheinlich der größte Prozess gegen ein mulitnationales Unternehmen.


Victor López ist Anthropologe, der für die bekannte ecuadorianische Organisation EcoCiencia arbeitet. Er ist ein Experte für Energiefragen und wird das Bild der energetischen Situation Ecuadors skizzieren, in das sich der Yasuni-Vorschlag und insbesondere sein Beitrag zur Hinwendung der Energiematrix weg vom Öl hin zu den Erneuerbaren, einbettet.

 


Im Blickpunkt? Indigene Rechte in der deutschen Entwicklungs- und Umweltpolitik

So enttäuschend die Klimakonferenz in Kopenhagen im Hinblick auf ein international verbindliches Abkommen auch war, für die indigenen VertreterInnen gab es zumindest einen Teilerfolg: Im Abschlusstext zu REDD (Reducing Emissions from Deforestation and Forest Degradation) wird die Bedeutung der indigenen Völker anerkannt und ihre Einbindung gefordert.
Was bedeuten diese kleinen Erfolge auf der lokalen Ebene? Ändert sich damit die Situation der indigenen Völker merklich?

Mit VertreterInnen der relevanten Bundesministerien, indigenen RepräsentantInnen und Organisationen aus dem Umwelt- und entwicklungspolitischen Bereich haben wir die Forderungen und Perspektiven der indigenen Organisationen auf internationaler Ebene vorgestellt und die Möglichkeiten der Unterstützung erörtert.

Zur achten Tagung zu den Rechten indigener Völker haben herzlich eingeladen:

  • Sabine Schielmann, Institut für Ökologie und Aktions-Ethnologie (infoe), Münster
  • Dr. Theodor Rathgeber, Deutscher Koordinationskreis ILO 169, Kassel
  • Silke Lunnebach, Europäische Geschäftsstelle des Klima-Bündnis, Frankfurt am Main
  • Peter Bednarz, Evangelische Akademie Villigst, Schwerte

 

Wo: Alte Feuerwache Köln

Wann: Donnerstag, 30.09. bis Samstag, 02.10.

 

undefinedProgramm (pdf, 153 KB)

Weitere Informationen:

Silke Lunnebach