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Energieverbrauch

Der Weltenergieverbrauch hat sich in den vergangenen 30 Jahren verdoppelt: Die Industrieländer mit 30 % der Weltbevölkerung verbrauchen 70 % der weltweiten Energieressourcen. Die restlichen 30 % der Weltenergieressourcen werden von den Ländern im Süden verbraucht (Quelle: http://www.eurosolar.de/).

Die Höhe des Energieverbrauchs steht im Zusammenhang mit Lebensstandard und individuellem Konsum. Verbraucht ein Europäer im Schnitt 5 Tonnen Erdöl pro Jahr für die Nutzung von Elektrogeräten und Auto, den Genuss exotischer Lebensmittel und die Fahrt in den Urlaub, braucht ein Bauer in einem Entwicklungsland aufgrund der Nutzung lokaler Ressourcen für Kochen, Heizen und landwirtschaftlichen Anbau nur ca. 2 Tonnen Erdöl pro Jahr.

Angesichts der Tatsache, dass fast 2 Milliarden Menschen in den Entwicklungsländern keinen Zugang zu elektrischem Strom haben und der Zugang zu Energie eine notwendige Voraussetzung zur Armutsbekämpfung darstellt, ist eine Steigerung des Energieverbrauchs in Entwicklungsländern nur legitim. Zugleich muss aber dafür Sorge getragen werden, dass dies den ohnehin schon bedrohlichen Klimawandel nicht noch verstärkt.

Als Schlüssel dafür wird ein Wandel bei der Nutzung von Energieträgern gesehen: der verstärkte Einsatz von erneuerbaren Energien. Werden länderspezifische Strategien zur Nutzung erstellt, können diese Energien z.T. dauerhaft zur Verfügung stehen und dies im Einklang mit den Anforderungen von Natur- und Landschaftsschutz, Menschenrechten und wirtschaftlicher Entwicklung.

Seit den 1990er Jahren und dem UN-Weltgipfel in Johannesburg für Umwelt und Entwicklung hat die Nutzung erneuerbarer Energiequellen weltweit jährlich ca. um 1,7 % zugenommen (Quelle: www.bmwi.de/).