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Indigene Völker und Biodiversität: Ökologische Herausforderungen, indigene Rechte, politische und ökonomische Herausforderungen

Sechste Tagung zu indigenen Rechten, 29. bis 31. August 2008

VON:KLIMA-BÜNDNIS

s.lunnebach(at)klimabuendnis.org

Im Mai dieses Jahres hat die neunte Vertragsstaatenkonferenz der Konvention zu biologische Vielfalt die öffentliche Aufmerksamkeit auf den Verlust der Artenvielfalt gelenkt. Indigene Völker gelten als die Hüter und Bewahrer ihrer jeweiligen Ökosysteme. So sind sie von internationalen Regelungen zu derem Erhalt und deren Nutzung im besonderen Maße betroffen. Sie werden noch verschärft, durch die Folgen, die die Zerstörung intakter Ökosysteme für den Klimawandel haben.
Außer Blick gerät dabei, dass es bei diesen Auseinandersetzungen doch um weit mehr als nur um Naturschutzbelange geht. Die Konflikte drehen sich vor al-lem um die Nutzung und Verwertung der Natur und die gerechte Aufteilung der Gewinne daraus. Die Verhandlungen darüber berühren massiv die Rechte indigener Völker – ist die biologische Vielfalt doch häufig dort am reichsten, wo auch die angestammten und traditio-nell von indigenen Völkern bewohnten Territorien liegen. Nutzung und Verwertung natürlicher Resourcen erfolgt häufig über den Zugriff und die widerrechtlichen Aneignung (Biopiraterie) ihres traditionellen Wissens. In ihre Lebensgrundlagen wird direkt eingegriffen durch die Errichtung von Schutzgebieten und Naturparks.
Welche Antworten hat die internationale Gemeinschaft auf diese Probleme? Victoria Tauli-Corpuz, die derzeitige Vorsitzende des Ständigen Forums für indigene Angelegenheiten der UN, bringt es auf den Punkt: „Man kann nicht auf der einen Seite unser Wissen nutzen wollen und auf der anderen Seite unsere Rechte ignorieren.“

 

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