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Hintergrund

Im Jahr 2000 trafen sich 189 Staats- und Regierungschefs aus aller Welt in New York zum bis dahin größten UN-Gipfel. Entscheidendes Ergebnis war die Millenniumserklärung. Die drei zentralen Themenbereiche der Erklärung sind die Erlangung von Frieden, die Bekämpfung von Armut und der Schutz der Umwelt. Mit der Unterzeichnung der Millenniumserklärung haben sich die Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen verpflichtet, undefinedacht Entwicklungsziele bis zum Jahr 2015 zu verwirklichen.

Und obwohl es kein spezifisches Millenniumsentwicklungsziel gibt, das sich auf den Bereich Energie bezieht, ist es unmöglich, die Entwicklungsziele zu erreichen, ohne Qualität und Menge von Energiedienstleistungen in Entwicklungsländern zu verbessern. Tatsächlich betrifft der Zugang zu Energie praktisch alle Aspekte nachhaltiger Entwicklung wie den Zugang zu Wasser, landwirtschaftliche Produktivität, Bevölkerungsentwicklung, Gesundheitsversorgung, Bildung, die Schaffung von Arbeitsplätzen, Geschlechtergleichheit und die Auswirkungen des Klimawandels. Mehr als 2 Milliarden Menschen leiden unter einem begrenzten Zugang zu Energie, was ihre Möglichkeiten zur ökonomischen Entwicklung und zu einem verbesserten Lebensstandard einschränkt.

Entscheidend für die Umsetzung von Energiegerechtigkeit zwischen Nord und Süd sind die Ziele sieben und acht der Millenniumserklärung: Sicherung der ökologischen Nachhaltigkeit und Aufbau einer globalen Entwicklungspartnerschaft. Hieraus wird deutlich, dass eine weltweite Energieversorgung, die auf nachhaltigen und ökologischen Grundsätzen beruht nur möglich ist, wenn internationale Zusammenarbeit stattfindet.

Genau hier setzt das Projekt Energy Bridges des Klima-Bündnis’ an. Das Klima-Bündnis engagiert sich gemeinsam mit Partnern in europäischen Kommunen und mit indigenen Völkern der Regenwälder Amazoniens für einen gerechten Umgang mit Energie in Nord und Süd. Es leistet damit einen Beitrag zur Umsetzung der Millenniumsentwicklungsziele.