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Energiequellen

Im Zuge der Industrialisierung gewann die Energiebereitstellung über fossile Brennstoffe wie Erdöl, Erdgas und Kohle gegenüber der Nutzung von Biomasse als Energieträger an Bedeutung. Vor allem die Industrieländer griffen auf die neu entdeckten Brennstoffe zurück. Der Primärenergiebedarf der Welt wird derzeit noch zu ca. 82 % durch fossile Brennstoffe gedeckt.

Ein wichtiges Gebiet für die Förderung von Erdöl und Erdgas ist neben dem Nahen Osten und Russland der Regenwald. Die tropischen Regenwälder befinden sich zu einem großen Teil in Lateinamerika. Für Bolivien, Peru, Ecuador, Kolumbien, Venezuela und Brasilien sind Erdöl und Erdgas wichtige Exportgüter.

In Bolivien führt eine Pipeline über 3500 km nach Südbrasilien. Für Peru ist das  wichtigste Projekt der nächsten Jahre der Bau einer Gaspipeline vom Regenwald zur Küste über die  Anden (CAMISEA). In Kolumbien ist Erdöl das wichtigste Exportgut. Venezuela ist wirtschaftlich vom Erdöl abhängig. In Brasilien gibt es das Gas-Projekt von Urucu und in Ecuador wird eine neue Erdölpipeline gebaut.

Gleichzeitig entstehen durch die Förderung fossiler Brennstoffe Probleme. Bäche, Seen, das Grundwasser und damit auch das Trinkwasser werden verseucht. Erdöl- und Erdgasförderung findet in ökologisch sensiblen Regionen statt und gefährden die Umwelt. Die Menschen wissen um die Gefahren, haben aber häufig keine andere Möglichkeit.




Foto: Klima-Bündnis