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Reduktion von Emissionen aus Entwaldung und Schädigung von Wäldern (Reducing Emissions from Deforestation and Degradation, REDD)

Wälder haben eine wichtige klimatische Funktion: Sie stellen die größten Kohlenstoffspeicher der Erde dar. Die Tropenwälder speichern aufgrund ihrer hohen Biomasse 50% mehr Kohlenstoff als andere Wälder und unterstützen damit die Kühlung des Weltklimas. Gleichzeitig gehen etwa 20% der globalen, von Menschen verursachten Treibhausgasemission auf Entwaldung und die Schädigung von Wäldern zurück.


Da das Kyoto-Protokoll keine  näheren Angaben zur Vermeidung von Waldvernichtung macht, wurden für den Nachfolgevertrag neue Mechanismen diskutiert. Zu ihnen gehört die „Reduktion von Emissionen aus Entwaldung und Schädigung von Wäldern“ REDD. Bei REDD wird dem im Holz gespeicherten Kohlenstoff ein materieller Wert zugeordnet, wodurch die Bewahrung von Wäldern zu einer profitablen Alternative zu deren Zerstörung wird: Entwicklungsländer können durch den Schutz der Regenwälder Emissionsrechte generieren und diese an Industrieländer verkaufen. Damit ist ein wirtschaftlicher Anreiz für den Stopp der Entwaldung geschaffen.

 

Gleichzeitig stimmen Klimaakteure im Norden überein, dass eine Begrenzung des Klimawandels auf 2 Grad Celsius über dem vor-industriellen Niveau nur erreicht werden kann, wenn im Norden drastische Reduktionen von Treibhausgasen vorgenommen und gegenwärtige Energiemodelle und nationale Industrien umgebaut werden.

 

Wenn ein Mechanismus wie REDD in den Nachfolgevertrages zum Kyoto-Protokoll aufgenommen wird kann er dazu beitragen, dass Wälder in das Klimaregime einbezogen werden und ihr Schutz und ihre Nutzung für den Erhalt des Klimas möglich sind.

 

Weitere Informationen zu REDD finden Sie im undefinedPositionspapier des Forum Umwelt & Entwicklung.


Quellen:

undefinedHeinrich Böll Stiftung, Klimaschutz durch Wälderschutz

 

undefinedWWF, Was ist REDD?