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Greenhouse Development Rights Ansatz (GDR)

Um Entwicklung zu fördern hin zu Wasser- und Nahrungssicherheit, verbesserter Gesundheitsversorgung, Bildung und einem gesichertem Einkommen ist der Zugang zu Energie nötig. Gleichzeitig widerspricht gerade der Verbrauch fossiler Energien dem Klimaschutz. Ziel des Greenhouse Development Rights Ansatzes ist es, Emissionen in Industrie- und Entwicklungsländern zu reduzieren ohne dabei das Recht auf Entwicklung einzuschränken.


Dafür legt der GDR-Ansatz zunächst einen Grenzwert für Entwicklung fest – unterhalb dieser Wohlstandsgrenze von ca. 20 Dollar Einkommen pro Tag entfällt kein Beitrag zu Klimaschutz-Maßnahmen. Für Menschen, die wenig Verantwortung für den Klimawandel tragen und über geringe Mittel verfügen, um die Probleme zu lösen, hat Entwicklung oberste Priorität. Von Menschen, deren Wohlstand oberhalb dieser Grenze liegt, wird angenommen, dass sie bereits ihr Recht auf Entwicklung umsetzen und dass sie Verantwortung dafür tragen, dass andere dieses Recht verwirklichen können.


Für jedes Land werden in Bezug auf Einkommen und Emissionen die Höhe der Anpassungs- und Klimaschutzkosten festgelegt. Die Gelder dienen zur Dämpfung von Emissionen, die aus eigenem Konsum entstehen und sie stellen sicher, dass die Entwicklung der Menschen unterhalb der Wohlstandsgrenze entlang nachhaltiger und Emissions-armer Wege stattfindet. Die konsequente Anwendung des Verursacherprinzips nimmt die globale Mittel- und Oberschicht im Norden, aber auch im Süden in die Pflicht.


Quelle:

undefinedHeinrich Böll Stiftung, The Right to Development in a Climate Constrained World