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Aktivitäten der Kommunen

Heute leben mehr als die Hälfte der Menschen in Städten. Im Vergleich zu 1950, als 30 % der Weltbevölkerung in Städten lebten (2,5 Milliarden), werden es bis zum Jahr 2025 etwa 60 % (8,3 Milliarden) sein.

In den Städten wird 80 % der klimawirksamen Treibhausgase emittiert, obwohl sie nur 0,4 % der Erdoberfläche bedecken. Somit gehören auch verantwortungsbewusste Städte, die nachhaltige städtische Entwicklung fördern, zu den Trägern einer nachhaltigen Energieentwicklung auf der Welt.

Eine Beteiligung der Städte und Gemeinden ist in vielen verschiedenen Handlungsfeldern realisierbar, z.B. Verkehr, Energie, Stadtplanung, Abfall- und Abwasserwirtschaft. Die Mitglieder des Klima-Bündnisses weltweit zeigen auf, wie kommunaler Klimaschutz aussehen kann. Nachfolgend sind einige Beispiele aufgeführt.

Hier finden Sie weitere Informationen über:
undefinedKommunalen Klimaschutz

undefinedAktivitäten der Mitglieder des Klima-Bündnis

undefinedFuture Café - Milestones in Local Climate Protection
 

Beispiele aus Deutschland

• Essen
Klimaheld werden – bei der Kampagne der Essener Verkehrs-AG kann jeder ein Held sein, wenn er Bahn und Bus benutzt und so zum Klimaschutz beiträgt. Während der Kampagne wurden Bürger und Bürgerinnen Essens auf Themen wie Klima, Umwelt und Nahverkehr aufmerksam gemacht. Plakate, Postkarten und Busse mit Slogans wie „Fahrgemeinschaft für das Klima“ oder „Vorfahrt für Klimahelden“ dienten zur Bewusstseinsbildung für das Thema Klimaschutz. Nähere Informationen zur Kampagne sowie Hintergrundinformationen zu Klima, Umwelt und Nahverkehr finden Sie auf der Website www.klimahelden.de.

• Esslingen am Neckar
Die Stadt Esslingen fördert umweltfreundliche Verkehrsarten durch die Bereitstellung von Fußwegkarten, Radwegwnetzen und Verbesserungen der öffentlichen Verkehrsmittel.

• Bremerhaven
In Bremerhaven nehmen 37 von 40 Schulen an den Projekten SPAR WAT(T) und Projekt ¾ teil. Dabei geht es um die Einsparung von Energie und Wasser sowie um den Einsatz von Energiespartechnik an Schulen in Bremeerhaven. Durch die Projekte wurden seit 1997 bereits über 400.000 kWh Strom, über 7 Millionen kWh Heizenergie und über 9.000 m³ Wasser eingespart. Die Schulen konnten so 1.314 Tonnen Kohlendioxid vermeiden und über 500.000 Euro sparen.

• Eisenach
Die Stadt Eisenach unterstützt die Teilnahme am Umweltmanagementsystem Ökoprofit für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) aller Branchen. Bei Ökoprofit handelt es sich um ein ökologisches Projekt für integrierte Umwelttechnik in Betrieben und Institutionen. Hierbei werden Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit miteinander verbunden indem Unternehmen ein Bewusstsein dafür bekommen sollen, dass Betriebsabläufe mit Blick auf Einsparungen, die Minderung des Einsatzes gefährlicher Stoffe und ähnlichem zum Klimaschutz beitragen.

 

Beispiele aus Europa

• Den Haag (Niederlande) plant die Ausstattung von 4000 Gebäuden mit Heizungen, die geothermische Wärme nutzen. Damit sollen ca. 4000 Tonnen CO2 eingespart werden. Die ersten Gebäude sollen 2008/2009 mit neuen, umweltfreundlichen Heizungen ausgestattet werden.
• Basel (Schweiz) fördert den Einsatz von 100 umweltfreundlichen Taxis, die mit Biogas oder Erdgas betrieben in 10 Jahren bis zu 300-900 Tonnen CO2 einsparen sollen.
• Gent (Belgien) setzt beim Klimaschutz im Verkehrsbereich an und wird durch 110.000 Fahrradwege, die täglich befahren werden, zur Fahrradstadt in der Region Flandern.