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Erneuerbare Energien

Erneuerbare Energien gelten als Hoffnungsträger, wenn es darum geht sich aus der Abhängigkeit fossiler Energieträger zu befreien und die Folgen des Klimawandels zu begrenzen, um somit auch einen Beitrag zur Beseitigung von sozialen, ökologischen und ökonomischen Ungerechtigkeiten zwischen Nord und Süd zu leisten.

Die erneuerbaren Energien werden aus umweltfreundlichen und nachhaltigen Quellen von der Natur geliefert. Aufgrund der Herausbildung erneuerbarer Energien aus natürlichen Prozessen stehen sie uns über deren Regeneration z.T. unbegrenzt zur Verfügung. Die Energieträger sind überall auf der Welt auffindbar und somit nutzbar.

 

Vorteile der erneuerbaren Energien gegenüber den fossilen Energieträgern

  • Regenerativ
  • Umweltfreundlicher
  • Gesundheitsschonende
  • Dezentrale Förderung und Nutzung
  • Alternative zu fossilen Energieträgern

 

Zu erneuerbaren Energien zählen Wasser, Wind, Sonne, Erdwärme und Biomasse. Es geht darum eine richtige Kombination aus Erneuerbaren Energieformen zusammenzustellen. Dafür gibt es jedoch kein einheitliches Rezept, da die Vorkommen und Nutzungsmöglichkeiten regional unterschiedlich sind: Während sich in den Küstenregionen die Option der Windkraft anbietet, zählt woanders die Sonne als Hauptenergielieferant. (Quelle: http://www.unendlich-viel-energie.de/)

 

Derzeit liegt ihr Beitrag zur Deckung des weltweiten Primärenergiebedarfs nur bei 13,8 %. Das Problem:  Die Nutzung erneuerbarer Energien ist derzeit in der Regel noch teurer als die Nutzung konventioneller Technologien. Durch die Produktion in großem Maßstab oder durch technologische Neuentwicklungen könnten die Kosten aber gesenkt werden. Schon heute sind zum Beispiel Biogasanlagen und Photovoltaik kostengünstige Alternativen in abgelegen Regionen, wo der Anschluss an das Festnetz zu teuer wäre.

Die Aufgabe der Entwicklungsländer besteht heute darin, die Rahmenbedingungen so zu verändern, dass erneuerbare Energien die gleichen Ausgangsbedingungen wie fossile Energieträger haben. So werden in vielen Ländern immer noch fossile Energieträger wie z.B. Kohle subventioniert – eine Maßnahme, die auch für erneuerbare Energien gelten sollte.

Aber auch erneuerbare Energien können Zerstörung von Umwelt und Lebensräumen bedeuten wie die Zerstörung von Regenwald für den Anbau von Palmöl, die Vertreibung von Kleinbauern und indigenen Gruppen oder die Flächenkonkurrenz, in die erneuerbare Energieträger mit Nahrungsmitteln treten, was zum Beispiel zum so genannten Tortilla-Aufstand in Mexico führte.


    Struktur der Primärenergiebereitstellung durch erneuerbare Energien in Deutschland und der Welt:

    • Erneuerbare Energien besaßen 2007 Anteil von 8,7 % an der Energieversorgung Deutschlands. 2007 hatte Deutschland einen Primärenergieverbrauch von 13.842 PJ, davon wurde 6,6 % durch erneuerbare Energien gedeckt.
    • Erneuerbare Energien decken heute mehr als 14 % des deutschen Strombedarfs.
    • Der jährliche Weltenergieverbrauch wird theoretisch 2.850-fach durch das Angebot an Solarenergie, 200-fach durch das der Windenergie, 20-fach durch jenes Bioenergie, 5-fach durch das Angebot Erdwärme und 3-fach durch das der Wasserkraft gedeckt.
    • Anteil der erneuerbaren Energien an Primärenergieverbrauch beträgt 12,7 %.