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Erdöl und Klima

Die in den letzten Jahren immer häufiger zu beobachtenden globalen Veränderungen im Klimageschehen (Überschwemmungen, Trockenheiten, Wirbelstürme), hervorgerufen durch die Verstärkung des natürlichen Treibhauseffektes, werden vor allem durch steigende CO2-Emissionen verursacht. CO2 entsteht bei der Verbrennung fossiler Energieträger wie z.B. Holz und Erdöl.

Die von den Vereinten Nationen eingesetzte Gruppe von internationalen Wissenschaftlern, das sogenannte „Intergovernmental Panel on Climate Change„ (IPCC), das die Veränderungen im Klimageschehen und ihre Ursachen analysiert, hat im Frühjahr 2001 festgestellt, dass die vom Menschen verursachten CO2-Emissionen für die Klimaänderungen verantwortlich sind.

„Von den CO2-Emissionen der OECD-Länder (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) im Jahre 1990 stammten 52 % aus dem Verbrauch von Mineralölprodukten. Es gibt also einen deutlichen Zusammenhang zwischen der Nutzung von Mineralölprodukten und den globalen Klimaänderungen.

Aber nicht nur beim Verbrauch von Mineralölprodukten (vor allem im Verkehr) wird CO2 ausgestoßen. Schon bei den Vorbereitungsaktivitäten, der Förderung und dem Transport von Erdöl, besonders im Regenwald, werden große Mengen CO2 freigesetzt. Zum Beispiel bei der Rodung und dem Verbrennen von Bäumen für den Bau von Strassen oder der Einrichtung von Landeplätzen. Die angelegte Infrastruktur von Straßen dient weiteren Gruppen wie Holzfäller und Kleinbauern als Zufahrtsweg für das Eindringen in den Regenwald, wo weitere Flächen abgebrannt werden. Gas, das bei der Erdölförderung mitgefördert wird, wird oft vor Ort einfach abgefackelt. So brennen im Regenwald jahrelang Erdgasquellen und tragen so mit dazu bei, den CO2-Anteil in der Atmosphäre zu erhöhen.

„Die Weltbank schätzt, dass 1994 allein im Nigerdelta durch das Abfackeln von 20 Milliarden m3 Erdgas 35 Millionen Tonnen CO2 und 12 Millionen Tonnen Methan in die Atmosphäre gelangten. 20 Milliarden m3 entsprechen knapp einem Viertel des jährlichen Erdgasverbrauchs in ganz Deutschland“.

Der Hauptanteil des geförderten Erdöls (60 %) wird im Verkehrssektor verbraucht. Ein weiterer wichtiger Teil der durch Erdöl produzierten Energie wird für die Beheizung von Gebäuden genutzt.

 

Weitere Informationen

Mineralölkonzerne und Klimazerstörung - Wie man Investitionen in
erneuerbare Energien umlenken kann und damit das Klima schützt (Studie im Auftrag von Greenpeace Deutschland (undefinedpdf))