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Du vertrittst eine internationale Umweltorganisation!


Du arbeitest in einer internationalen Umweltorganisation (NRO mit Sitz in Europa, Zweigstelle in Brasilien) und bist damit einE VertreterIn der nationalen und internationalenZivilgesellschaft. Die jüngsten Klimaberichte haben die alarmierenden Voraussagen zum Klimawandel auf der globalen Agenda erneut verstärkt. Dabei sind Entwicklungsländer von den Folgen der Klimaveränderungen überproportional betroffen – ebenso wie von den Kosten der Umstellung auf andere Energiesysteme,
Agrarformen und Wasserversorgungen – und nun wird dies noch durch das Problem der Agrotreibstoff-Produktion und deren Folgen verstärkt.

 

Ursprünglich handelte es sich um einen klimafreundlichen Ansatz, heute bündeln sich jedoch in Lateinamerika die sozio-ökologischen Folgen. In der aktuellen Debatte wird kaum noch bestritten, dass die nachwachsenden Energierohstoffe nur einen sehr geringen Beitrag zum Klimaschutz leisten können.

 

Deine Organisation setzt sich dafür ein, dass Biokraftstoffimporte aus Entwicklungs- und Schwellenländern nur dann möglich sind, wenn

  • Ernährungssicherheit in den potenziellen Exportstaaten weitestgehend gegeben ist
  • die Biokraftstoffbereitstellung zu insgesamt günstigeren Bilanzen aus Sicht der Nachhaltigkeit führen als die alternative Landnutzung, wobei neben Umwelt- und Naturschutzfragen auch wirtschaftliche und soziale Aspekte zu beachten sind
  • Zudem soll die Landnutzung begrenzt werden auf Flächen, die nicht in Konkurrenz mit Nahrungs- und Futtermittelanbau treten.
     

 

Ziel Deiner NRO: Kriterien für nachhaltige Nutzung von Biomasse und Bioenergie zu vereinbaren, um die Gefährdung der Biodiversität zu vermeiden. Solche Kriterienkataloge sollten vor allem enthalten:

  • Keine Waldumwandlung für die Produktion von Biomasse (z.B. in Plantagen etc.)
  • Ausschluss von genmanipulierten Organismen
  • Gefährdung von Schutzgebieten durch Biomasseproduktionen verhindern