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Du vertrittst das Volk der Ashánika!

 

Du kommst aus Acre, einem Bundesland Brasiliens. In Brasilien seid ihr eine kleine Volksgruppe von wenigen Hundert – auf der peruanischen Seite gehört ihr zu der größten indigenen Gruppe im Tiefland. Du lebst in der größten der fünf Gemeinschaften am Amonia-Fluss (650 Personen). Seit den 1970er Jahren kämpf ihr verstärkt gegen Invasionen in Euer Gebiet. Ende 2004 musste das brasilianische Militär eingreifen, um gegen die massive illegale Abholzung peruanischer Holzabbaufirmen auf Eurem Territorium vorzugehen.

Seit den sich intensivierenden Kontakten mit weißen Siedlern werden Eure Autoritäten immer wieder mit Morddrohungen von Siedlern aus der Region konfrontiert.
Die Abholzung in Eurem Gebiet hält weiter an; fast täglich hört ihr die Kettensägen. Auch mit starker Unterstützung brasilianischer Organe, die sich gegen die seit dem Jahr 2000 bedrohliche Ausmaße annehmenden Invasionen von peruanischer Seite richten, fühlt Ihr Euch vom brasilianischen Staat rechtskräftig anerkannten Gebiet nicht sicher. Drohungen und die daraus folgende Angst gehören zu Eurem Alltag. Dabei sind viele der Invasoren und Angreifer peruanische Verwandte, die in ökonomischer Not für die peruanischen Holzabbaufirmen zu einem Hungerlohn arbeiten.

Durch die Rodung des Regenwaldes fehlt den Familien ausreichendes Brennholz zum Kochen. Ebenso mangelt es an Holz für den Hausbau. Die Waldtiere verschwinden und die Flüsse sind durch den Pestizid- und Düngemitteleinsatz vergiftet. Die Ernährungslage wird prekär.

Euer Lebensraum und Eure spezifische Wirtschaftsweise und Kultur ist bedroht. Ihr habt Euch politisch organisiert und leistet Widerstand gegen die Abholzung der Regenwälder und damit gegen die Zerstörung Eures Territoriums. Eure internationalen Kontakte und Partner unterstützen Euch, Eure Probleme einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen.