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Einführung Agroenergie


Spätestens seit dem letzten Intergovernmental Panel on Climate Change-Bericht im Vorfeld der Klimakonferenz in Bali 2007 ist deutlich geworden, dass der undefinedKlimawandel eine Realität ist, die uns alle betrifft. Es ist auch unbestritten, dass die Hauptursache die steigende CO2-Konzentration in der Atmosphäre ist, die vor allem durch die Nutzung fossiler Brennstoffe entsteht. Obwohl das „fossile Zeitalter“ nur einen sehr geringen Teil der Menschheitsgeschichte ausmacht, gestaltet sich die „Wiederentdeckung“ alternativer undefinedEnergiequellen schwieriger als noch vor einigen Jahren gedacht. Es ist klar, dass wir Sonne, Wasser und Biomasse als Energiequellen stärker anzapfen müssen. Die konkrete Umsetzung durch Gesetze, Forschung und Entwicklung von Technologien und die Nutzung durch die VerbraucherInnen wird jedoch durch eine Vielzahl von Hürden gebremst.

 

Je weiter man in das Thema eindringt, desto deutlicher wird, dass der Klimawandel mit sozialen und ökonomischen Ungleichheiten zwischen Nord und Süd sowie innerhalb der Länder zwischen arm und reich zusammenhängt. Wer hat Zugang zu Energieressourcen und -dienstleistungen? Wer fördert oder verhindert die Nutzung nachwachsender Rohstoffe? Ist es ethisch vertretbar Nahrungsmittel zur Energiegewinnung einzusetzen, während Menschen in vielen Regionen hungern? Am deutlichsten wird das Problem beim Thema „Bioenergien“, die noch vor kurzem als ein Hoffnungsträger im Klimaschutz gesehen wurden. Um dem Klimawandel zu begegnen, ist eine globale und umfassende Energiewende erforderlich.

 

Neben der Reduzierung des Energieverbrauchs und Effizienzsteigerungen spielen undefinederneuerbare Energien eine bedeutende Rolle. Biomasse ist dabei eine bedeutende Ressource und deckt heue 10 % des Weltenergiebedarfs. Die Bedeutung der Biomasse hat weltweit zugenommen. Der Einsatz von Energie aus Biomasse wird weltweit durch Subventionen, Steuererleichterungen, Beimischungsquoten gefördert. Derzeit ist der verstärkte Einsatz von sogenannten Biotreibstoffen in der Diskussion. Durch die Verknappung der fossilen Ressourcen kommt es zu einer steigenden Nachfrage. Diese kann nicht alleine durch die Ausweitung der Anbaufläche in Deutschland gewährleistet werden, sondern verlangt nach Importen aus Südamerika und Asien.

 

Der Ausbau der energetischen Nutzung von Biomasse kann jedoch nicht isoliert betrachtet werden, sondern erfordert die Berücksichtigung von Prozessen auf globaler Ebene. Um die Chancen der Bioenergie zu nutzen ist es wichtig, negative soziale und ökologische Folgen für die Bevölkerung in den Anbauländern zu vermeiden. Vor dem Hintergrund komplexer Zusammenhänge und Herausforderungen stellt sich die Frage, unter welchen Bedingungen Agroenergie für eine ökologische und sozial nachhaltige Entwicklung ein gewinnbringender alternativer Energieträger für die Zukunft sein kann.

 

Konfliktpotentiale:

• Flächenansprüche, Eigentumsverhältnisse

• Umwelt und Gesundheit

• Umweltschutz / Verlust von Biodiversität

• Ökonomische Entwicklung (endogen vs. global)